Quelle: Der Bewerbungsplaner AGFA Profi
Portrait-Studio 2002 / Fotos: Dirk Meyer
Beim Lebenslauf kommt es vor allem auf Übersichtlichkeit an. Die Personalentscheidenden brauchen auf maximal zwei Seiten einen roten Faden, damit sie die Stationen Ihres Lebens ohne langes Suchen leicht nachvollziehen und erkennen können, wo Sie heute stehen. Daher hat sich die tabellarische Form durchgesetzt.
Bitte beachten Sie außerdem, dass Sie alle Daten mit Monat und Jahr auflisten. Schließlich könnte beispielsweise die Angabe 2000-2002 auch bedeuten, dass Sie nur von Dezember 2000 bis Januar 2002 bei einer Firma beschäftigt waren. In jedem Fall wird man versteckte Lücken in Ihrem Lebenslauf vermuten und das sollten Sie unbedingt vermeiden.
RÜCKWÄRTS ODER VORWÄRTS?
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, den Lebenslauf aufzubauen. Chronologisch, also von Beginn Ihrer Ausbildung bis zum aktuellen Tag, oder in umgekehrter zeitlicher Reihenfolge.
Letzteres ist dann sinnvoll, wenn Sie bereits über praktische Erfahrung verfügen. Schließlich ist Ihr aktueller Stand das Interessanteste und sollte schnell zu finden sein.
GLIEDERN SIE DEN LEBENSLAUF IN FOLGENDE SACHGRUPPEN:
ANGABEN ZUR PERSON:
- Vor- und Zuname
- Anschrift
- Kontaktmöglichkeit (Hinweis auf mögliche Abwesenheit)
- Geburtsdatum und -ort
- Familienstand, Zahl und evtl. Alter der Kinder
- Staatsangehörigkeit
(Name und Beruf Ihrer Eltern können Sie auflisten, wenn Sie noch jünger sind und einen Ausbildungs- oder Praktikumsplatz suchen)
AUSBILDUNG:
- Dauer Ihrer Schulzeit
- Schultyp und -ort
- Abschluss
- Ausbildungsdauer
- Art der Berufsausbildung
- Ausbildungsstätte
- Abschluss/Notendurchschnitt
- Dauer Ihres Studiums
- Art des Studiums/Studienrichtung
- Universität/Hochschule
- Studienschwerpunkte/Spezialisierungen
- evtl. Auslandssemester
- Thema der Diplom-/Examensarbeit (besonders bei Berufsanfängern)
- Abschluss (Wenn Sie keinen Abschluss gemacht haben, lassen Sie die Angabe hierzu weg).
- Berufsbezeichnung, Position
- Betrieb, Ort
- Aufgabenbereich
WEITERBILDUNG:
- sämtliche Kurse/Seminare/Lehrgänge, die mit der Stellenbeschreibung in Verbindung zu bringen sind
- Art der Kurse/Seminare/Lehrgänge
- Veranstalter
- Inhalte
BESONDERE KENNTNISSE!
- Fremdsprachen
- Computer/EDV-Kenntnisse (mit Grad der Beherrschung)
Sonstiges:
- Hobbys (die wichtig für die Stelle sind)
- Wehr- und Ersatzdienst
- sämtliche andere Angaben, die sonst nirgendwo hinpassen.
NICHT VERGESSEN! An das Ende gehören Datum und Unterschrift
FOLGENDES GEHÖRT NICHT IN DEN LEBENSLAUF
- persönliche Meinungsäußerungen zu politischen Belangen,
- Angaben zu Partei- oder Gewerkschafts-zugehörigkeit,
- Familienplanung (gerade als Frau sollten Sie dieses Thema nicht ansprechen)
- Gesundheitszustand, Sucht, Schulden, Vorstrafen
EINER FÜR ALLE?
Der Lebenslauf sollte ebenso wie das Anschreiben individuell an die Anforderungen des möglichen
zukünftigen Arbeitgebers angepasst werden.
Geeignete Stellen hierfür sind zum Beispiel die Schwerpunkte des Studiums oder Arbeitsinhalte bei Praktika/Berufstätigkeiten. Für welches Stellenprofil sind welche Schwerpunkte wichtig?
KENNTNISSE RICHTIG EINSCHÄTZEN COMPUTER:
Zählen Sie alle Programme, Programmiersprachen und Systeme auf, die Sie beherrschen. Zusammengehörige Programme können unter einen Oberbegriff zusammengefasst werden, damit die Liste nicht zu lang wird (Word, Excel, Outlook, PowerPoint = MS-Office Software).
BASISKENNTNISSE: Sie beherrschen die grundlegenden Funktionen eines Programms.
ANWENDERKENNTNISSE: Sie sind mit den meisten Funktionen und Anwendungen eines Programms vertraut und haben die Fähigkeit entwickelt, anderen Ihre Kenntnisse zu vermitteln.
UMFASSENDE KENNTNISSE:
Sie haben die Fähigkeit, alle Anwendungs-möglichkeiten und Funktionen zu nutzen und haben eventuell bereits erste Programmiererfahrung gesammelt.
FREMDSPRACHEN
GRUNDKENNTNISSE:
Sie sollten in der Lage sein, einfache Fragen zu beantworten, einfache Briefe zu lesen und zu verstehen. Sie sollten sich auch einfache Telefongespräche und das Schreiben von E-Mails zutrauen.
IN WORT UND SCHRIFT: können Sie angeben, wenn Sie die Fremdsprache so weit beherrschen, dass Sie in ihr telefonieren können, normale Geschäftskorrespondenz erledigen und sich auch in Besprechungen nicht blamieren.
Die höchste Stufe, die man als Nicht-Muttersprachler erreichen kann, ist: " verhandlungssicher".
Wenn Sie das angeben, sollten Sie sehr sicher in der Sprache sein und komplizierte Zusammenhänge verstehen und erläutern können. Sie müssen dann auch umfangreiche, schwierige Korrespondenz führen können. Zu allen Stufen sind Ergänzungen möglich („gute Grundkenntnisse", „sehr sicher in Wort und Schrift" und so weiter). |