WAS WILL ICH ERREICHEN?

Quelle: Der Bewerbungsplaner   AGFA Profi Portrait-Studio 2002 / Fotos: Dirk Meyer

Bevor Sie die Ärmel hochkrempeln und sich stapelweise Zeitungen mit Anzeigenteil nach Hause holen, sollten Sie tief durchatmen und sich ein paar grundsätzliche Gedanken machen. 

Wo liegt mein individuelles Ziel?

Sie können unzählige Bücher und Internetseiten zum Thema zu Rate ziehen, erfolgreich bewerben werden Sie sich erst, wenn es Ihnen gelingt, im Rahmen einer formell gut gelungenen schriftlichen Bewerbung das heraus zu arbeiten, das Sie von allen anderen Bewerbern, die dieselben Ratgeber bemüht haben, unterscheidet.

Bewerbung als Eintrittskarte

Schließlich wollen Sie zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen werden. Spätestens zu diesem Zeitpunkt sollten Sie sich also darüber im Klaren sein, was Ihre beruflichen und privaten Ziele sind, wo Ihre Stärken, Schwächen und Vorlieben liegen, kurz gesagt, was Sie überhaupt erreichen wollen.

Wo stehe ich?

Am Anfang jeder Initiative steht also Ihre kritische Selbstanalyse.
Erstellen Sie eine Liste Ihrer Plus-und Minuspunkte (schriftlich!). Nehmen Sie sich dafür Zeit, gründliche Vorbereitung erhöht Ihre Erfolgsaussichten beträchtlich.
Basis Ihrer Überlegungen sind die Eckdaten Ihres bisherigen beruflichen Werdegangs, also Ihre Ausbildung, Praktika, Aushilfsstellen, wo auch immer Sie Gelegenheit hatten, Berufserfahrung zu sammeln.
Hierbei kommt es darauf an, sich selbst nichts vorzumachen. Um sich später gut verkaufen zu können, müssen Sie jetzt herausfinden, wo Ihre Stärken liegen.

Was ist meine Leistung wert?

Früher oder später müssen Sie sich der Gehaltsfrage stellen. Tun Sie es als Abschluss Ihrer Selbstanalyse. Hierfür gibt es leider keine Standard-Empfehlungen. Bedenken Sie aber folgendes: Nicht nur wenn Sie zu hoch stapeln, könnte dies eventuell zum Ausschlusskriterium werden. Auch wenn Sie sich zu weit unter dem Marktwert anbieten, könnten die Personalentscheidenden auf den Gedanken kommen, Sie seien von sich selbst dann doch nicht so überzeugt, wie das Anschreiben glauben machen will. Oder auch: Was nichts kostet, ist nichts.
Vergessen Sie also nicht, dass Sie kein Bittsteller sind, sondern dem Unternehmen schließlich etwas zu bieten haben.
Entscheiden Sie sich für die Angabe eines Bereiches von x Euro bis y Euro, in dessen Mitte sich Ihr realistisches Wunschjahresgehalt befindet.

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